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Rennen
Hitzeschlacht an der Noris
In der Einführungsrunde werden einige Fahrer dumm geschaut haben: Klaus Niedzwiedz fuhr ganz nach vorn, ließ sich dann aber wieder auf seinen
Startplatz zurückfallen. Den Grund dafür erfuhr ich von Klaus Niedzwiedz dann später: Ein befreundeter Fotograf hätte gern ein Bild gehabt, auf dem der C100 vor den Gegnern fuhr. Also legte sich der Fotograf auf die
Lauer, und Niedz fuhr an der betreffenden Stelle nach vorn. Der gute Mann bekam sein Bild, und Niedz ließ sich wieder zurück fallen.
Alle erwarteten, daß sich Stefan Bellof direkt absetzen würde. Doch Jochen Mass gelang es Stefan die Führung abzunehmen. Ein paar Runden später
machte Jochen einen Fehler und Stefan war wieder vorbei. Und nun setzte sich Stefan wie erwartet mit Rekordrunden ab und fuhr sein eigenes Rennen. Jochen konnte nicht folgen. Er hatte vor dem Rennen die
Bremskraftverteilung geändert, was sich im Nachhinein als Fehler erwies.
Jochen Mass: Konnte Stefan kurzfristig überrumpeln
Aber auch Stefan bekam Probleme: Etwa ab Mitte dieses Hitze-Rennens brannte die Warnlampe für die
Wassertemperatur, was ihn aber nicht langsamer machte. Problematischer waren da schon die Vibrationen des Werks-956. Nach dem Rennen waren die Hände von Stefan von schmerzenden Blasen übersät.
Unnötig zu erwähnen, daß Stefan auch die Rekordrunde von Rolf Stommelen knackte.
Volkert Merl - 8. im Training, Ausfall im Geldrennen
Volkert Merl kam nur eine Runde weit: Ein undichter Tank sorgte dafür, daß Merl im Benzin saß. Der
Selbsterhaltungstrieb ließ Merl sofort die Boxen anlaufen.
Klaus Ludwig in einer ungewohnten Statistenrolle
Im DRM-Rennen kämpfte Ludwig noch um den Sieg, bevor ihm der Sprit ausging und er den taktisch klüger
agierenden -und glücklicheren- Franz Konrad den Sieg abtreten musste. Im “Geldrennen” hingegen spielte Klaus Ludwig absolut keine Rolle.
Porsche 936C
Porsche 908 (Jochen Dauer) und Porsche CK5 (Frank Jelinski)
Der Lancia LC2 von Hans Heyer verabschiedete sich mit einer gebrochenen Antriebswelle, während Harald Grohs
und Jan Lammers ihre 956 mit Motorschäden abstellen mussten. John Fitzpatrick stellte seinen 956 mit überhitztem
Triebwerk ab. Die 956 von Wollek und Hobbs hielten. Dabei kam Wollek als Dritter vor Hobbs ins Ziel.
Anfahrt zur Dutzendteich-Kurve
Stefan gewinnt das Rennen locker vor Jochen Mass und zertrümmert dabei alle bestehenden Rekorde. Und während
den Gegner nach diesem Hitzerennen die Erschöpfung anzusehen ist, macht Stefan einen absolut frischen Eindruck.
Dazu Rainer Braun in seinem Buch über Stefan Bellof: “Spätestens hier wird klar, dass Stefan Bellof das schnellste
menschliche Wesen ist, dass jemals in einem Porsche 956 gesessen hat.”
SPORT AUTO: “Bellof kam, sah und siegte”
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