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Auch heute (September 2010), an Stefans 25. Todestag, war wieder zu lesen, dass Fahrer wie Lauda und Stuck meinten, an der Stelle könne man
nicht überholen, deshalb sei Stefan Schuld am Unfall. Dieses Geschwätz ist unerträglich, denn diese Herren haben den Unfall gar nicht gesehen und wissen nicht, was da abgegangen ist.
Der Überholvorgang wäre vor der Einfahrt zur Eau Rouge abgeschlossen gewesen. Ickx hätte nur kurz “lupfen” müssen. Ich sah selbst, wie
Stuck an dieser Stelle, in diesem Rennen,
einen C2-Wagen überholte, und zwar da, wo es Stefan mit Ickx vorhatte. Und seither wurde genau dort oft überholt. Stefan tat mit dem Überholvorgang nichts ungewöhnliches, er geriet nur an einen Fahrer, der in diesem Moment scheinbar einen geistigen Blackout hatte (um es freundlich auszudrücken).
Das Bild (oben) spricht für sich. Ickx ignoriert alle Flaggen und fährt dahin, wo Stefan (dem die Kurve gehört, da er innen ist und auf gleicher
Höhe) ist und drängt ihn -in der Einfahrt zur gefährlichsten Kurve der Welt- ab, anstatt kurz zu “lupfen”. Jeder, der nur ein wenig Ahnung von der Materie Motorsport hat, kann das erkennen.
Nebenbei: Als Direktor, und damit als Verantwortlicher der Rennstrecke von Spa, hätte ein erfahrener Rennfahrer wie Ickx wissen müssen, dass es
Schwachsinn ist, eine Leitplanke kurz vor einem Tribünensockel aus Beton zu platzieren. Insofern trägt Ickx in jedem Fall die Schuld am Tod von Stefan Bellof, denn der Sockel der Tribüne war es, der den Unfall
tödlich enden ließ...
Nachtrag August 2011: Webber und Alonso haben beim Belgien-GP 2011 gezeigt, wie das Manöver Bellof vs. Ickx ausgegangen wäre - wenn Ickx richtig reagiert hätte.
Webber überholte Alonso so, wie Bellof es mit Ickx vorhatte.
Webber wurde für sein mutiges Überholmanöver gelobt (Ch. Horner: " Wer es schaffte, die Augen geöffnet zu halten, sah auf jeden Fall eines
der besten Überholmanöver in dieser Saison.”).
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